CLINCH Interlude

CLINCH vernetzt, greift ein und entwickelt Strategien.CLINCH streitet für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung.CLINCH macht unterrepräsentierte Geschichte/n sichtbar. CLINCH lädt alle ein, dabei mitzumachen.

 

Das nächste CLINCH Festival findet im November 2020 statt. Wie es beim letzten Mal war, könnt ihr auf der Festival-Website oder im CLINCH-Blog anschauen.

CLINCH Interlude
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… will weiter diskutieren, über das Festival hinaus. CLINCH Interlude sind einzelne Veranstaltungen, die Themen von CLINCH aufgreifen: postkoloniale Theorie, (post)migrantische Identität(en) treffen auf Kunst / Aktion / Diskussion.

 

VERANSTALTUNGEN

5 Kurzfilme im Kino im Sprengel

Vietnam und Deutschland– sie verbindet eine außergewöhnliche Migrationsgeschichte. Unter der Ägide „Solidarität mit Vietnam“ und vor dem Hintergrund des Kalten Krieges gibt es seit Jahrzehnten vietnamesische Einwanderung nach Ost- und Westdeutschland. Die Gründe und Geschichten dahinter sind sehr divers. Fünf Kurzfilme migrantischer Regisseur*innen erzählen aus besonderer Perspektive Geschichten aus der vietnamesischen Diaspora.

Roan, 12 min, Dokumentarfilm 2019, Regie: Thuy Trang Nguyen (Ein Nachmittag von Thuy mit ihrer Oma aus der Familie geflohener Boatpeople.)

Der Garten des Herrn Vong , 18 min, Dokumentarfilm 2015/16, Regie: Dieu Hao Do (Herr Vong, 1980 als Boatpeople aus Vietnam geflohen, stellt dem Regisseur seinen Garten vor.)

Nachhall – Erinnerungen an die Gehrenseestraße, 20 min, Dokumentarfilm, Regie: Tresor Ilunga Mukuna, (Zwei ehemalige Vertragsarbeiter aus Vietnam besuchen mit ihren Töchtern die Ruinen ihres ehemaligen Wohnheims in Berlin- Lichtenberg und erzählen von ihrer Vergangenheit in der DDR)

Obst & Gemüse, 30 min, Kurzspielfilm 2017, Regie: Duc Ngo Ngoc, (Herr Nguyen, ehemals Vertragsarbeiter, ist nach 30 Jahren Obst & Gemüseladen in berlin-Prenzlauer Berg körperlich nicht mehr so fit und heuert den arbeitslosen Harald an.)

Interview mit Mai Phuong , 8 min, Ausschnitt Dokumentarfilm 2018, Regie: Mala Reinhardt (Ein Kurzinterview mit der ehemaligen Vertragsarbeiterin und heutigen Diversity Trainerin und Theaterschauspielerin Mai  Phuong Kollath)

Eintritt frei

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Kino im Sprengel und dem Vietnam-Zentrum Hannover e.V.
Zusätzlich gefördert von der Landeshauptstadt Hannover, Integrationsbeirat Mitte

Perspektiven aus der deutsch-vietnamesischen Diaspora in Ost und West

Beide Länder waren einst in einen kapitalistischen und einen sozialistischen Staat geteilt: Vietnam und Deutschland. Während des Kalten Krieges kamen Arbeiter*innen und Studierende per Staatsabkommen aus dem sozialistischen Vietnam in die sozialistische DDR und geflüchtete Boatpoeple aus dem ehemals kapitalistischen Südvietnam in die kapitalistische BRD.
Die erste Generation der Vietnames*innen im Westen und der Vietnames*innen im Osten trennte nicht nur die Mauer, sondern auch ihre alte Todfeindschaft.

44 Jahre nach dem Vietnamkrieg und 30 Jahre nach dem deutschen Mauerfall begegnen sich zwei Nachgeborene aus der zweiten Generation vietnamesischer Immigration im vereinten Deutschland. Sie tragen denselben Familiennamen. Der Theaterregisseur und Schauspieler Dan Thy Nguyen, Kind südvietnamesischer Bootsflüchtlinge und die Filmwissenschaftlerin und Publizistin Angelika Nguyen, Kind eines nordvietnamesischen Kämpfers gegen die Kolonialmacht Frankreich und die US-Armee, treffen sich auf dem Podium zum Gespräch und fragen sich: Wie erging es den vietnamesischen Immigrant*innen in Ost- und Westdeutschland? Gibt es Unterschiede im deutschen Rassismus in Ost und West? Welche unterschiedlichen Bedingungen hatte die vietnamesische Einwanderung in der deutschen Teilung? Was verbindet uns und was trennt uns heute? Welche Gefühlserbschaften tragen wir mit uns herum?

Es wird außerdem der Dokumentarfilm “Bruderland ist abgebrannt” (28 min, 1991, Regie: Angelika Nguyen) gezeigt.

Eintritt frei

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Kino im Sprengel und dem Vietnam-Zentrum Hannover e.V.
Zusätzlich gefördert von der Landeshauptstadt Hannover, Integrationsbeirat Mitte

Die Performance von Mamela Nyamza untersucht das Konzept “Privileg” in einer Gesellschaft, in der Personen unter anderem auf Grundlage von race, Gender, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft verurteilt und ausgeschlossen werden. Abgelehnte und verkannte Heldinnen des afrikanischen Unabhängigkeitskampfes werden zum Leben erweckt, gerichtet und vielleicht auch gefeiert.

Mamela Nyamza ist stellvertretende künstlerische Leitung des „South African State Theatre“. 1976 im Gugulethu Township, nahe Kapstadt in Südafrika geboren und aufgewachsen, legte sie schon in ihrer Kindheit die Grundsteine für ihre zukünftige Tanzkarriere. Während ihrer klassischen Tanzausbildung beschäftigte sie sich erstmalig mit Widersprüchen und Kritik gegenüber den normativen Vorstellungen, die eine klassische Balletttänzerin zu erfüllen hat. Als Tänzerin und Choreografin, mit Erfahrungen in unterschiedlichen klassischen als auch zeitgenössischen Stilen, sucht sie seither nach Wegen, diese Normen und Erwartungen zu dekonstruieren. Seit ihrer Performance „Hatched“ 2008, ist Mamela Nyamza in der internationalen Tanzszene eine bekannte Größe und als Tänzerin und Choreografin auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet worden. Die künstlerische Auseinandersetzung mit politischen und sozialen Themen, wie u.a. Gewalt, Ungleichheit und Homophobie, ist ein Merkmal für ihre Arbeit.

### Tickets ###

VVK 14 €, Abendkasse 17 €, ermäßigt 12 €

In Kooperation mit dem Theater im Pavillon/ Internationale Gastspiele

 

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